Der Oman
- kathrinstahl

- 2. Dez. 2022
- 4 Min. Lesezeit
01.12.2022, Tag 243, Oman - Muskat

Der Oman bzw. das Sultanat Oman ist eine absolute Monarchie und hat ca. 5 Millionen Einwohner.
Hier ist die Bevölkerung mit 50% Immigranten ebenfalls durch starke Zuwanderung geprägt. Von den 2,3 Millionen Immigranten sind 1,3 Millionen Inder.
Der Oman und seine Einwohner sind halbwegs wohlhabend. Die Menschen leben in sehr großen Häusern und fahren schicke Autos. Viele haben Geld, aber mit Stil. Alles etwas dezenter als z.B. in Dubai, der Bling-Bling Metropole.
Die Währung ist Rial. Ein Rial besteht aus 1000 Baiser.
Zum ersten Mal muss ich für 1 Rial mehr als einen Euro zahlen.
1 omanische Rial = 2,47 €.
Der Wohlstand kommt durch die Förderung von Erdöl.
Interessanterweise wurde 1988 mit einer Omanisierung begonnen. Es wurden damals Quoten festgelegt, die vorgeben, wieviel Peozent der Angestellten Omani sind.
Damit sollte sichergestellt werden, dass jeder Omani einen Arbeitsplatz findet und diese nicht von ausländischen Gastarbeitern besetzt werden.
Zudem war es häufig der Fall, dass bei großen Unternehmen die Top-Manager aus dem Ausland kamen und gute Positionen gerne mit anderen Ausländer aus den eigenen Reihen besetzten.
Wie ging es nun weiter.
Nach einer ruhigen Nacht mit Meeresrauschen starten wir Richtung Muskat, der Hauptstadt des Omans.
Wir fahren zunächst auf einer guten Straße, ähnlich einer 2-spurigen Bundesstraße, mit kaum Verkehr.
Wir fahren durch kleinere Ortschaften. Es sieht überall sehr hübsch aus. Die Gebäude sehen aus wie aus 1001 Nacht und überall stehen Palmen.
Im wesentlichen ist es wüstenartig.
Die Omanis tragen hauptsächlich ihre traditionelle Kleidung. Das sind lange Gewänder in verschiedenen Farben und einen Hut.
Die Menschen sind höflich und interessiert. Zurückhaltend und nicht aufdringlich.
Häufig bekommen wir etwas zu essen oder zu trinken geschenkt.
Da tolle am Oman ist, es ist sehr entspannt hier. Die Leute sind freundlich, die Straßen gut, der Verkehr erträglich, die Landschaft schön, überall gibt es Geschäfte und Trinkwasseranlagen.
Man findet überall Stellen, an denen man sich gratis gefiltertes und gekühltes Wasser abfüllen kann.
Ziemlich fein. Das Radreisen ist wieder richtig entspannt.
Abends finden wir wieder einen Platz in den Dünen direkt am Strand.
Der Strand ist belebt, aber es stört niemanden wenn wir dort campieren.
Tags darauf fahren wir auf kleinen Straßen direkt an Meer. Die leichte Brise ist herrlich. Ebenso die Aussichten auf das Meer.
Die kleinen Ortschaften sind immer schön anzusehen. Es macht wieder richtig Spaß zu fahren.
Abends sehen wir kleine Buden aus Holz und getrockneten Palmwedeln und fragen Menschen, ob es ok wäre, so ein Häuschen für eine Nacht zu nutzen.
Es ist kein Problem und wir werden noch eingeladen mit in sein Haus zu kommen.
Wir nehmen an und ich nutze gerne die zur Verfügung gestellte Dusche.
Anschließend sitzen wir zusammen in einer Art Empfangsraum und bekommen Datteln, Omanischen Kaffee (mit Kardamon) und omanischen Tee angeboten. Der Tee wird mit Milch serviert. Leider konnten Sie mir nicht sagen, was der Tee für eine Geschmacksrichtung ist.
Nach ca. 1 Stunde verabschieden wir uns und gehen zu dem Strandhaus und kochen lecker Abendessen.
Wir bekommen noch Besuch. Zunächst von Nachbarn die uns ihr viel besseres Strandbüdchen anbieten. Aber auf umziehen im Dunkeln und alles nochmal packen haben wir keine Lust.
Wir machen einen Spaziergang und entdecken jede Menge tote Kugelfische am Strand und paar lebendige Krebse.
Zurück an der Bude bekommen wir noch Besuch von einem Mann und einen Freund. Der Mann lebt in dem besuchten Haus. Zudem bringt uns noch jemand einen riesigen Teller voller Obst vorbei.
Zu nett.
Als alle weg sind legen wir und schlafen.
Ich sehe sogar noch eine Sternschnuppe.
Herrlich. So gut geschlafen dort. Es war richtig gemütlich.
Tags darauf geht es zunächst weiter am Meer. Leider wird die Straße immer sandiger, sodass wir irgendwann kaum noch fahren könne. Daher weichen wir auf viel befahrene Hauptstraßen aus.
Aber nicht lange, denn irgendwann biegen wir Richtung Landesinneres ab um Wadis anzufahren.
Wadis sind Flüsse, Quelle und kleine Seens in den Bergen die aussehen wir Oasen.
Leider stellen wir schnell fest, dass wir dafür die falsche Jahreszeit erwischt haben, da fast alle Flüsse ausgetrocknet sind.
Wir sehen auf dem Weg frei laufende Kamele. Eines davon ließ sich sogar von mir streicheln. Hihi. Das war cool.
Das angepeilte Wadi für die Nacht erreichen wir nicht mehr, also schlafen wir in einem ausgetrockneten Flussbett.
Es ist herrlich still dort.
Wir benutzen die Außenhülle des Zeltes nicht, da es so warm ist.
Ich kann dann direkt den Sternenhimmel sehen. Sowas schönes.
Man hört Nachts keine gruseligen Geräusche. Auch mal schön.
Ich mache mir keine Sorgen das jemand kommt oder ich doch noch von irgendeinem Tier attackiert werde.
Morgens starten wir Richtung Wadi Aloquhain.
Ebenfalls fast komplett ausgetrocknet. irgendwann finden wir eine Stelle mit ein wenig Wasser zum baden und einem kleinen Wasserfall zum Duschen.
Wunderbar. Mir machen ausgiebigst Pause um das kleine Paradies gebührend zu nutzen.
Bisschen planschen, sich duschen, Wäsche waschen, Mittagessen.
Lustige kleine Fische knabbern an unseren Füßen.
Danach geht es weiter durch die omanischen Berge die sich angenehm fahren lassen.
Es geht immer mal wieder steil bergauf, aber nie besonders lange sodass es auch bei 32°C gut machbar ist.
Immer wieder gibt es in der kargen Landschaft kleine Oasen mit Palmen. Leider sind meist nur noch Pfützen in den Flussläufen.
Aber es ist trotzdem sehr hübsch anzusehen.
Abends übernachten wir wieder seelenruhig neben einem ausgetrockneten Flussbett.
Die nächsten Tage gestalten sich ähnlich. Durch die Berge, die teilweise schön marmoriert aussehen, vorbei an ausgetrockneten Oasen, kleine Ortschaften mit Palmen und Moscheen und den ganzen lieben langen Tag Sonne.
Es macht Spaß.
Wir bekommen Mittags bei einer Pause von Anwohnern Mittagessen und Datteln gebracht. Sehr lecker.
Desto näher wir Muskat kommen, desto stärker wird der Verkehr und desto mehr Gegenwind haben wir.
Dadurch können wir leider nicht entspannt die Höhenmeter runterrollen.
Muskat ist sehr weitläufig. Es erscheint wie eine riesiger Vorort.
Im wesentlichen wohnen die Menschen in großen Einfamilienhäusern.
Bin gespannt, wie es so wird.














































































Kommentare