Hungrig in Hungary
- kathrinstahl

- 24. Apr. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Apr. 2022
23.04.2022, Tag 21, Ungarn- irgendwo im Wald, 70 Km
... sind wir zum Glück nicht. :-)

Heute morgen am Plattensee gestartet. Alles immer noch nass aber das Wetter ist ok. Es kam auch die Sonne raus.
Sind noch 30 Km am See entlang geradelt. Der Radweg, der um dem See führt, ist eigentlich nicht zu empfehlen, da man die ganze Zeit nur durch die Besiedelungen fährt, die nahtlos ineinander übergehen. Das Päusschen direkt am See war aber schön. Ich bin mit den Beinen rein ins kühle nass und recht weit in Richtung Seemitte gelaufen. Der See dort war so flach, dass das Wasser maximal bis zu den Knien ging. War lustig. Ich hätte noch weiter gehen können. Danach dachten wir, fahren wir querfeldein, durch das wilde Ungarn, Richtung Bosnien Herzegowina. Aber so wild war es die meiste Zeit nicht. Eher eine Ortschaften nach der anderen. Bis wir zu einem Wald kamen, der schön war, aber eine richtig fiese Straße aus weichem Sand hatte. Es war sehr, sehr anstrengend vorwärts zu kommen. Das Fahhrad versank im Sand und dann hat der Sand zwischen Schutzblech und Reifen gebremst. Für mich der bisher anstrenfendste Teil der Reise, weil es wirklich kaum vorwärts ging. Zweimal kam das Rad so ins rutschen, dass es umgefallen ist. Das Gewicht konnte ich dann nicht mehr halten. Anstrengend war es nicht wegen der körperlichen Anstrengung, sonder dem zermürbenden stecken bleiben.
Der Sand hat uns die Schuhe ausgezogen und ich bin froh, dass Marcel und ich ähnlich ticken bzgl.: da wollen und müssen wir jetzt lang. Egal wie.
Laut der Open Street Map sollte eine Trinkwasserstelle und Rastplatz im Wald sein. Dort wollten wir wild übernachten.
Angekommen stellen wir fest, dass der Wassehahn abgestellt ist und der Rastplatz ein irgendwie gruseligen Ort von leeren Häusern ist. "The village" mäßig.
Da wir aber echt im Arsch sind und die Zeit durch das langsame voran kommen gerast ist, entscheiden wir uns zu bleiben und unser Equipment zu feiern, indem wir Wasser aus dem nahe liegenden Bach filtern.
Zurück am Platz entdecken wir einen Brunnen mit Eimer mit dem frisches Wasser zu holen ist.
Naja, doof gelaufen.
Damit wasche ich mich. 1a sauber und frisch.
Dann bauen wir auf, kochen und legen uns in die heija.
Wir finden beide Wildcamping bisschen gruselig. Aber gleichzeitig idyllisch. Wir hören Kuckucke, Eulen, Spechte, Frösche, allerhand Vögel und sehen riesige Rehe und Maikäfer.
Wir sind beide froh, nicht alleine zu sein, denn keiner von uns hätte dort alleine übernachtet bzw. Wäre dorthin gefahren.
Und zu diesem Gruselort der Song des Tages, und da gestern das Wetter mies und heute gut war:
Tito & Tarantula - After dark


















Kommentare