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In Jerewan angekommen

  • Autorenbild: kathrinstahl
    kathrinstahl
  • 31. Juli 2022
  • 3 Min. Lesezeit

31.07.2022, Tag 121, Armenien-Jerewan, 69 Km


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Die Nacht war sehr, sehr warm.

Zunächst Begann der Morgen etwas stressig.

Ich musste feststellen, dass in meinem Zelt eine Flasche Wasser ausgelaufen ist und alles nass wurde.

Beim ausräumen und in die Sonne legen aller Sachen stellte ich fest, dass das Ventil des aufblasbaren Kissens kaputt ist.

Dann frühstückte ich, bevor ich mich dem Wechsel beider Schläuche widmete. Leider waren die Fliegen und Stechviehcher am Morgen ähnlich belästigen wie am Abend.

Komischerweise waren die Schläuche nicht ganz leer und ich habe nichts im Reifen steckendes gefunden. Vielleicht lag es an der Hitze? Denn druckunterschieden mit Berg und Tal? Keine Ahnung. Schläuche werden nochmal untersucht.



Dann gestartet. Es war schon unglaublich heiß, aber die Strecke sollte im wesentlichen Flach verlaufen. Bei ca. 37°C im Schatten ist das Radfahren in der Sonne doch auch bei flachen Verläufen ganz schön zermürbend, sodass wir häufig Abkühlubgspausen machen mussten.


Auf dem Weg nach Jerewan haben wir noch das ehemalige Kloster Khor Virap besucht. Es soll von dort eine schöne Aussicht auf den Berg Ararat geben. Der höchste Berg der Türkei - 5137m und ein ruhender Vulkan.

Die Aussicht war auch schön, leider war sehr viel Dunst in der Luft. Dadurch diesig.

Bei mir Pause machen hat uns jemand ein Eis geschenkt. Voll nett.



Apropos Türkei. Wir sind hier direkt um die Ecke von der Türkei und von Aserbaidschan.

Hier ist ein ganz normales Leben. Man sieht jedoch sehr viele Militärfahrzeuge rumfahren. Auch sogar mal mit einer richtigen Kanone als Anhänger.

Es gibt, Aufgrund des Themas armenischer Völkermord, keinen Grenzübergang direkt in die Türkei.


Was war der armenischen Völkermord?

Der armenische Völkermord war ein systematischer Genozid von 1915 bis 1916 bei dem nach Schätzungen 300.000 bis 1,5 Mio. Menschen ums Leben kamen.

Die Türkei, damals bestand noch das osmanische Reich, wollte Armenien zur Türkei machen, da es Armenien zuvor an Russland verloren hatte.

Ziel war, alle Armenier zu vernichten. Den Armeniern wurde damals gesagt, sie werden umgesiedelt. Dadurch leisteten die meisten keinen Widerstand. In Wirklichkeit wurden Sie deportiert und umgebracht oder durch verhungern lassen und durch sich ausbreiten lassen von Seuchen getötet.

Russland unterstützte Armenien und ein Teil der Armenier die Russische Armee. Ein großteil der Armenier war eigentlich loyal gegenüber Türkei eingestellt. Die Unterstützer der russischen Armee spielten der Türkei insofern in die Karten, dass die Türkei Armenien als Gesamtes für die militärischen Probleme verantwortlich machte und somit einen Vorwand für Operationen gegen die Armenier hatte.

Von der Türkei wird bis heute nicht zugegebn, diesen Völkermord begangen zu haben, sodass Spannungen zwischen den Ländern äußerst vorhanden sind.

In Armenien wird diese Katastrophe "Aghet" genannt.


Armenien ist Russland zugetan. Viele sprechen russisch. Sogar von Kleinauf. Man sieht viel kyrillisch und das Gas kommt von Gazprom.

Aber das ist bei uns ja nicht anders.


Jerewan hat ca. 1 Mio. Einwohner, was 1/3 der Einwohner Armeniens ist.

Im Großraum leben sogar ca. 1,5 Mio. Menschen, was ca. Die Hälfte aller Armenier ist.



Heute zunächst nur ins Hotel gekämpft. Leider am Ende harter Anstieg. Aber geschafft. Ich habe mir extra ein Hotel mit Klimaanlage gegönnt. Gerade etwas durch von der Hitze.


Am Abend habe ich mich noch aufgerafft um mit Sien und Rick (aus den Niederlanden, ebenfalls aus dem Campingplatz vor 2 Tagen kennen gelernt) ein paar Bier trinken zu gehen. War ein sehr schöner Abend.


Song of the day, nach Empfehlung eines der Mädchen von der 7 Personen Fahrt im Golf:

Viza- Transsiberian Standoff


 
 
 

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