Katringel
- kathrinstahl

- 28. Juli 2022
- 2 Min. Lesezeit
28.07.2022, Tag 118, Armenien - Getap, 63 Km

Katringel ist mein neuer Spitzname, da ich zu häufig das Wort Kringel verwendet habe. Z.B. hat mein Fahrrad einen Kringellenker oder die Schrift in Georgien bestand aus Kringeln.
Heute morgen entspannt im Wald erwacht. Leider waren die Stechviehcher auch morgens aktiv. Zudem waren überall kleine Spinnen. Irgendwie uncool. Aber nicht schlimm.
Dann ging es vom See aus Richtung Süden.
Wir sind ein paar Tage nun auf ca. 2000m gewesen und es standen weitere Anstiege an. Die Luft war nicht zu heiß. Nur die Sonne war wieder anstrengend.
Zu Beginn waren die Anstiege gut zu machen. Ab ca. 2200 Hm, spätestens ab 2300 Hm haben wir die Höhe gemerkt. Wir haben alle hart gefocht und sind nur noch langsam voran gekommen oder mussten relativ häufig kurze Atempausen einlegen. Wir hätten nicht gedacht, dass man doch die paar Höhenmeter so stark merkt.
Aber es hat gelohnt und Spaß gemacht. Die Landschaft war fantastisch. Dort war eigentlich nichts außer große Weiten, Berge und vertrocknete Grasflächen. Es sah sehr schön aus und irgendwie waren wir so bisschen high, aufgekratzt und lustig unterwegs. Keine Ahnung ob es an der Höhe lag oder an der schönen Landschaft.
Auf dem Weg nach oben hat Sonja von einem vorbei fahrenden Auto ein Eis geschenkt bekommen.
Sie war hinter uns. Als wir kurz anhielten, damit Sie uns einholen konnte, teilte Sie uns Ihr Geschenk mit. Alex fiel alles aus dem Gesicht. Wo hatte Sie mitten im Nichts ein Eis her?
Das Ende erschien nah und wir beschlossen schnell hochzufahren und uns das Eis brüderlich zu teilen. Aufgrund der Höhe und Härte des Anstiegs dauerte es doch länger als erwartet. Oben angekommen stellten wir auch noch fest, dass es noch gar nicht oben war.
Das Eis längst geschmolzen stoppten wir uns trotzdem rein. Jeder durfte einen Happen rausschlappern, Hände und Gesicht beschmiert und sich darüber freuen, wie geil es ist ein Eis zu haben. Ich glaube Sport in der Höhe macht Gaga.
Danach happy die letzten Meter auf die 2410m gemacht. Und danach kam die Hammer Aussicht. Wir waren schon die ganze Zeit happy und verstrahlt von der unerwartet schönen Landschaft, aber dann konnten wir es fast nicht glauben was für ein schönes Tal zu sehen war.
Die Straße verlief in Serpentinen über 30 Km auf 1080m runter.
Die schönste, längste und beste Abfahrt die ich auf der gesamten Reise hatte.
GegenEnde des Tals änderte sich die Landschaft nochmal zum wilden Westen hin.
Der gesamte Tag war ein Fest.
Abends auf einem Campingplatz eingekehrt. Mit Pool. Kurz gebadet.
Auf dem Campingplatz trafen wir noch weitere Radreisende. Abends kurz 2 Dürüms gegessen und anschließend zusammen entspannt gequatscht.
Heute mein absoluter Lieblingsradfahrsong für die schöne Tour:
Diana Ross - I'm coming out














































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