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Konstantinopel

  • Autorenbild: kathrinstahl
    kathrinstahl
  • 29. Mai 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 31. Mai 2022

29.05.2022, Tag 57 + 58, Türkei - Istanbul, 0 Km


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Die Stadt wurde 660 v.Chr. unter dem Namen Byzanz gegründet und 330 n.Chr., nach dem Tod von Konstantin dem Großen, in Konstantinopel umbenannt.

Erst seit ca. 1920 wird die Stadt als Istanbul bezeichnet.


Ich habe die Tage schon zu sehr mit feiern verbracht, sodass ich nicht so viel herumgekommen bin, wie ich es eigentlich geplant hatte.

Wenn man erst um 12 Uhr die Augen aufschlägt, ist halt der halbe Tag schon gelaufen. Naja, egal. Hat halt Spaß gemacht.


Die Stadt hat ca. 16 Millionen Einwohner und pro Jahr kommen ca. 14 Millionen Touristen. Unglaublich eigentlich, dass so viele Touristen reinpassen. Die Stadt ist durch diese Menschenmassen auch anstrengend. Die Lautstärke und der Trubel sind fordernd und dann bin ich hin und wieder froh, einfach im Hostel zu sein.

Die Lage des Hostels, dicht beim Partyviertel und in der Nuttengasse, ist aber leider auch nicht wirklich ruhig gelegen. Ist halt billig.


Gestern bin ich mit einem Boot auf die asiatische Seite gefahren. Bei vielen Sachen ist es schwierig sich in der Stadt zurecht zu finden. Z.B. gibt es bei den Fähren weder einen Fahrplan, noch eine Übersicht zu den Anlegestellen noch englischsprachige Mittarbeiter die einem helfen können. Aber ich bin angekommen und die Fähre hat nur 0,90 € gekostet.



Die asiatische Seite ist auch voll aber weniger touristisch. Es kam mir auch weniger laut und anstrengend vor. Ich bin etwas herumgelaufen und dann mit dem Bus zur Çamlıca-Moschee gefahren. Bus fahren ist ebenfalls eine Herausforderung. An einer Bushaltestelle fahren ca. 1000 Buslinien in kürzester Zeit vorbei und mit einem winken zeigt man dem Bus, dass man einsteigen möchte. Ich dachte ich kann beim einsteigen bezahlen, aber das war nicht der Fall. der Busfahrer hat mir gesagt ich brauche die Istanbulkart, hat mich aber durchgewunken.

Nach ca. 1/2 - 3/4 Stunde Fahrt an der Moschee angekommen. 2019 fertiggestellt, die größte Moschee der Türkei und für 63.000 Gläubige ausgelegt und schön auf einem Berg gelegen. Dieses Bauprojekt von Erdogan ist nicht bei allen beliebt, da es wohl wichtigere Probleme in Istanbul zu bewältigen gibt, als Protz-Moscheen zu bauen. Z.B. ist absehbar, dass die Wasserversorgung bei der wachsenden Zahl von Menschen nicht ausreichen wird. Die Baukosten der Moschee beliefen sich auf ca. 70 Millionen Euro.



Danach wollte ich mir eine Istanbultkart kaufen um mit dem Bus zurück zu fahren. Habe mir die Hacken abgerannt und keine Verkaufsstelle gefunden. Es wusste auch niemand wo es eine gibt.

Also blieb mir nur Taxi. Ich habe ca. 20 - 30 Minuten gebraucht, bis ich eines bekommen habe. Es waren dort nicht viele unterwegs und die unterwegs waren, waren besetzt. Anrufen hat auch nicht geholfen. 1,25 Stunden nach dem Besuch in der Moschee habe ich endlich im Taxi gesessen. Es war schon dunkel, ich hatte Hunger und war einfach nur genervt. An der Fähre angekommen, einfach das nächstbeste Schiff genommen. Gab keine Orientierungshilfen. Natürlich auf der falschen Seite angekommen.

Es war dann schon 21:50 Uhr. Habe dann direkt wieder ein Taxi genommen. Der war so frech und hat nicht das Taxameter angemacht. Aber ich war bedient und hatte keine Lust mehr zu diskutieren.

War eigentlich für 20:00 Uhr mit den Wiesbadenern verabredet. Um 22:15 Uhr schlechten Dürüm gegessen, Hostel, duschen, zu den anderen zwei gelaufen. Um 23:10 Uhr war ich da.

War so bedient vom Tag, dass ich eigentlich nur auf 1 - 2 Bier bleiben wollte. Dann waren wir aber in einer lustigen Dachterrassenbar, in der ich mir Margaritas gegönnt habe. Zack hatte ich Stimmung, lets go.

Sind in einen Club mit Drum´n´Bass. War cool, aber ein kurzes Vergnügen. Plötzlich ging die Musik aus und zwischen dem DJ und einem scheinbaren Gast entbrannte eine wütende Diskussion. Dann ging das Licht an und alle mussten gehen. Vor dem Club haben wir von einem Gesichtskirmes-geplagten, der trotzdem eine hervorragende Aussprache hatte, erfahren, dass der diskussionsfreudige Gast ein Zivilpolizist war und wegen Drogen jetzt der Laden geschlossen wurde. Am Abend vorher waren auch schon sehr aufgedrehte und verschallerte Menschen unterwegs. Party-Drogen stehen hier wohl hoch im Kurs. Sind dann noch bis kurz vor 5 Uhr weiter in 2 Tanzbars.



Die Wiesbadener fahren jetzt eine andere Route wie ich, sodass das vorerst unserer letzter Abend war,

Heute entsprechend wieder spät aufgestanden. Habe mir den Topkapi-Palast angeschaut. Auf Deutsch: Kanonentorpalast. Ca. 1450 erbaut, Jahrelanger Wohn- und Regierungssitz der Sultane und Verwaltungszentrum des osmanischen Reiches

War ganz ok. Hat knackige 18 € Eintritt gekostet. Dort gab es u.A. Reliquien von verschiedenen Propheten und sogar Teile von Mohammeds Bart zu bestaunen. In den Räumen der Reliquien singt jemand den ganze Tag Gebete. Harter Job.



Danach mit der Bahn zurück und ins Hostel. Muss mich legen oder setzen, da der untere Rücken vom vielen rumlaufen sehr schmerzt. Ist halt einfach bissl schepp.

So, der heutige Hit:

Lou Bega - Mambo no. 5

Tatsächlich lief das deutsche one-Hit-wonder gestern in 2 Bars. Die Vorstellung des Europäischen Musikgeschmacks ist bisschen witzig.


 
 
 

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