Kurdistan ?
- kathrinstahl

- 28. Juni 2022
- 2 Min. Lesezeit
28.06.2022, Tag 87, Türkei - Trabzon, 0 Km

Heute auf dem iranischen Konsulat gewesen, um das Visum abzuholen.
Auch ein interessanter Vorgang.
Man bekommt vorher, von dem online gestellten Visa-Antrag, die Mail mit Bestätigung, dass man das Visa erhält.
Dann geht man zum Konsulat und gibt seinen Pass ab.
Dann bekommt man einen Zettel mit dem man zur angegebenen Bank geht um die Visagebühren von 50 € Bar einzuzahlen. Ca. 1 Km Fußweg. Gemacht und getan geht man zurück zum Konsulat und gibt den Einzahlungsbeleg ab. Dann bekommt man eine Mail mit dem Visum. Und auch einen Ausdruck. Aber eigentlich ist das Visum nur das PDF Dokument. Es wird auch nichts im Pass vermerkt.
Da war dann irgendwie schnell 1,5 Stunden um. Danach Kaffee getrunken und ein Çig Köfte gegönnt. Çig Köfte besteht aus einer Bulgur Masse die mit Paprika, Walnüssen, Knoblauch, Tomatenmark und noch viel mehr hergestellt wird.
Die Masse wird speziell geformt und dann mit Salat und Fladen gegessen.
Ursprünglich war diese Speise aus rohem Rinderhackfleisch.
2008 wurde die Fleischvariante jedoch von der Regierung verboten, da das rohe Fleisch zu viele gesundheitliche Risike birgt.
Ich esse meist der Einfachheit halber die Dürumvariante. Das ist dann schon fertig gerollt.
Vegan und günstig.
Dazu einen vegetarischen Ayran.
Ich liebe das Zeug.
Später mit Julia mal das zweite Zentrum von Trabzon erkundet und eine Waffel gegönnt.
Das zweite Zentrum hat mehr Cafés und Restaurants im Angebot. Waren wohl gestern einfach in der falschen Ecke unterwegs.
Palabert und schwupps war der Tag um.
Tillmann hat Abends fein gekocht.
Nachdem wir gestern die meiste Zeit vom Tag keinem Strom hatten, hatten wir heute zwischenzeitlich kein Wasser.
Gibt es denn ein Kurdistan?
Nein. Die Kurden sind das größte Staatenlose Volk der Welt. 35 Mio. Kurden leben im Osten der Türkei östlich des Euphrats, im Norden des Iraks, ganz im Westen des Irans und in einem Schnippel von Syrien.
Kurden haben eine eigene Sprache.
Um 1920, nach dem Zerfall des osmanischen Reiches wurde den Kurden zunächst Autonomie versprochen.
Jedoch wurde das im Vertrag von Lausanne revidiert und Atatürk errichtete einen türkischen Staat in dem Minderheiten und verschiedene Nationalität im Nationalisierungsprozess zu einer Einheit verschmelzen sollten.
1945 wurde verboten, die kurdische Sprache in der Öffentlichkeit zu sprechen sowie die kurdische Kleidung zu tragen.
1967 gab es erneute Verbote von kurdischer Sprache, Musik, Literatur und Zeitungen.
Seit 1984 besteht ein Türkei-PKK-Konflikt.
Song des Tages:
Rihanna, Karneval West, Paul McCartney - FourFiveSeconds
Einfach, weil mit der Song heute in den Sinn kam und auf meine Playlist kam.


















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