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Next Level Seidenstraßenfeeling

  • Autorenbild: kathrinstahl
    kathrinstahl
  • 26. Okt. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

26.10.2022, Tag 207, Usbekistan - Xiva

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Buchara gefällt mir direkt um einiges besser als Samarkand. Die Stadt ist ruhiger, kleiner und hat eine Altstadt ohne Verkehr. Einfach beschaulicher und gemütlicher.


Die Stadt hat ca. 250.000 Einwohner und zählt seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Stadt liegt ebenfalls an einer der alten Seidenstraßenrouten und wird hauptsächlich von Tadschiken bevölkert.


Es gibt dort viele Madresen, Caravansereien, überdachte Basare und allgemein Gebäude aus der Seidenstraßenzeit. Der Stadtkern wird von einem zusammengehörenden Ensemble gebildet, in dem man entspannt herumschlendern und jede Menge Souvenirs schoppen kann.

Denn alle Gassen, Madresen und Gebäude sind von Souvenirständen gesäumt, die wirklich alles mögliche Verkaufen.

Teppichen, landestypische Kleidung, Tischdecken, Taschen usw. Sind sehr beliebt.


Ich verbringe einen schönen Tag und fühle richtig die Wüstenstadt, auch wenn es hier sehr renoviert ist.

Manche Ecken, z.B. Innenhöfe der Madresen, sind nicht renoviert. Hübscher ist das aber auch nicht.


Es ist alles in allem ein sehr touristischer Ort.

Von Bukhara möchte ich nach Xiva. Es sind ca. 500 Km Wüste dorthin. Es hat mich schon sehr gereizt die Strecke zu fahren.

Da aber meine Sim-Karte nicht mehr funktioniert, es dort kein Wasser gibt und meine Schläuchen doch schon ziemlich häufig geflickt worden sind, entscheide ich mich mit dem Zug zu fahren.


Im Hostel habe ich eine allein Radreisende Frau getroffen. Kam sonst bisher kaum vor. Nur eine Asiatin in der Türkei hatte ich gesehen und eine Bikepackerin aus Russland. Bikepacking ist eher was für kürzere Trips.

Marta ist 43 Jahre und kommt aus Spanien.

Auch Sie fährt die Strecke mit dem Zug um nicht 500 Km alleine in der Wüste zu sein.


In Xiva angekommen beziehe ich das Hostel, dass ganz entspannt direkt gegenüber des Eingangs in die Altstadt von Xiva liegt.

Abends treffe ich mich mit Marta, und zwei weiteren Reisenden Frauen zum Abendessen. Karen kommt aus Süd Korea und Valbona aus den USA.

Das Frühstück ist herausragend und lerne ich dabei Bessa, ein Mann aus Tunesien, kennen.


Wir besichtigen gemeinsam den historischen Stadtkern von Xiva. Wir treffen zufällig Valbona bei einem kurzen Tanz-Happening mitten in der Stadt. Also ziehen wir zu dritt weiter.


Xiva ist nochmal beeindruckender als Bukhara und zählt seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt hat ca. 90.000 Einwohner. Der alte Stadtkern Ichan Qalʼа ist umgeben von einer Stadtmauer. Die Stadt ist wie ein Rechteck angelegt und auf jeder der vier Seiten gibt es ein Eingangstor. Eintritt ist 120.000 Sum (ca. 11€). Das Ticket ist für 2 Tage gültig.


Die Stadt würde perfekt als Filmkulisse dienen. Auch gibt es neben Moscheen und Madresen normale Wohnhäuser die aus einem Lehm-Stroh-Gemisch bestehen.

So sieht auch die Stadtmauer aus.

Es war sehr schön die vielen Ecken und Gassen zu erkunden.

Da es so perfekt ordentlich ist und auch voll von Souvenirständen erscheint es ein bisschen wie ein Disneyland der Oasenstädte, aber es ist trotzdem wunderbar beeindruckend.


Es gibt auch viele Hotels und Restaurants die in den alten Gebäude untergebracht sind. So kann man in den Innenhöfe der Madresen speisen und in den Studierzimmern schlafen.


Der markante blaue Turm ist ein unvollende Minarette. Es sollte mal der höchste Minarett der Welt werden, wurde aber nur bis auf 26m fertig gestellt.


Die meisten Gebäude stammen aus dem 18. Und 19 Jahrhundert.

Die Stadt ist erheblich älter, wurde zwischenzeitlich im Laufe der Zeit mehrfach zerstört.

Xiva liegt am Rand der Wüste Karakum und zählt als Oasenstadt. Durch die Lage auf der Route von Indien nach Persien war sie ein wichtiger Handels und Umschlagplatz der Karawanen.

Abends im Hostel lerne ich zwei backpackende Franzosen kennen.

Tags darauf shoppe ich nochmal Souvenirs und versende diese per Post. Leider hat sich das versenden als so kompliziert herausgestellt, dass zwei Stunden ins Land gehen und ich den Zug nach Bukhara verpasse.


Abends möchte ich essen, lesen, Film schauen. Ich gehe in ein Restaurant. Ich esse mein Essen, da werde ich von zwei Usbeken am Nachbartisch zu einem Vodka eingeladen.

Ein Shot geht, denke ich mir.

Aus den zwei Usbeken wurden fünf plus ein ca. 11 Jahre altes Kind. Aus dem Shot wurden 2 Flaschen Vodka, jede Menge Schaschlik und Fleisch zudem ein paar Zigaretten.

Im Hostel will ich mich endlich gemütlich ins Bett legen, aber da möchte sich ein Inder mit mir unterhalten.

Ich bin zwar supermüde, aber ich möchte nicht unhöflich sein. Netterweise bucht er mir online das Zugticket für den nächsten Tag zurück nach Bukhara.

Dann kann ich endlich schlafen.


Am nächsten Tag soll es zurück nach Bukhara gehen. Von dort möchte ich wieder ein paar Meter mit dem Rad fahren.

Es ist mittlerweile recht kalt geworden, aber ich fühle mich nicht ausgelastet.


Ich möchte wieder mehr Radfahren und Zelten.

Daher bin ich froh, wenn ich wieder in wärmeren Regionen unterwegs bin. Ohne das radeln bin ich unruhig und unzufrieden.


 
 
 

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