Tamam, Tamam
- kathrinstahl

- 16. Juni 2022
- 2 Min. Lesezeit
16.06.2022,Tag 75, Türkei- Pinarbasi, 98 Km

Tamam heißt so viel wie: ok.
Und happy Birthday an meine Schwester.
Ich habe in Kappadokien meine Eier wieder gefunden. Nachdem ich zwischen Istanbul und Kappadokien doch schwer verunsichert bzgl. Wildcamping war, fühle ich mich jetzt wieder bereit.
Alle anderen auf dem Campingplatz erzählten, dass sie von Hunden zwar angebellt aber nie angegriffen bzw. Gebissen wurden.
Zudem wurden die anderen auch vor allem möglichen gewarnt aber niemand hat bisher schlechte Erfahrungen gemacht.
Habe dann beschlossen diese Pseudowarnungen nicht mehr so Ernst zu nehmen. Mir wurde in Deutschland auch schon erzählt, man könne alleine als Frau nicht nach Frankfurt. Viel zu gefährlich. Und überhaupt wird überall da gestohlen. Ist aus meiner Sicht völlig Banane.
Die letzte Nacht verlief schon mal ohne Zwischenfall.
Der heutige Tag führte meistens Bergauf. Aber angenehme Steigungen. Höchster Punkt heute 1616m.
Zu Beginn sah man in der Ferne den Erciyes Dagi. Ein 3916m hoher und ruhender Vulkan. Hatte oben noch bisschen Schnee.
Auch später sah man hinter den Hügeln immer wieder richtige Berge.
Sonst bin ich einer Art Bundesstraße mit wenig Verkehr gefolgt. Die Landschaft hügelig.
Ich wurde zum Mittagessen eingeladen, habe aber abgelehnt. Hatte keine Lust auf Umweg usw.
Keine besonderen Vorkommnisse.
Was ich hier in der Türkei immer praktisch finde, ist der Ruf des Muezzin. Es ist so laut, dass man es immer hört. Er gibt einen guten Orientierungspunkt zur Uhrzeit. Der Ruf erklingt jedoch nicht nach einer bestimmten Uhrzeit, sondern wird anhand Sonne, Mond oder sonstigem berechnet.
Er erklingt um 13 Uhr, 17 Uhr, 20 Uhr um. Und Irgendwann ganz früh.
In kleineren Moscheen ruft kein Muezzin vor Ort zum Gebet, sondern die Moschee wählt sich irgendwo ein. Das knacken der Leitung und das tuten, wie wenn man früher außerorts angerufen hat, hört man mit durch die Lautsprecher. Auch wie dann am Ende "aufgelegt" wird. Diese Begleitgeräusche sind amüsant. Im vielen Gemeinden regt sich aber niemand zum Gebet. Zumindest nicht bei jedem Ruf.
Heute abend schönes Plätzchen am Fluss zum wildcampen gefunden. Hoffe die Nacht bleibt ruhig. Ich bin optimistisch.
In Istanbul haben sich Abends die Wiesbadener in einer Tanzbar Tamam, Tamam von Summer Cem gewünscht und konnten damit natürlich schwer Punkten. War lustig. Seit dem aufstehen schwirrt es in meinem Kopf herum, daher ist es heute der Song des Tages.
















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